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Unsere Hunde

Lucan Kadin van de Kilstroom

  • Lucan = Lichtbringer (lateinisch)
  • Kadin = Freund (arabisch)
  • van de Kilstroom = abgeleitet von "Dordtse Kil", einem Fluss in Dordrecht
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  • "Lichtbringender Freund vom Kil-Strom"

Lucan Kadin van de Kilstroom ist der Sohn von Aiko Takoda Una Neshoba und Duet Dolce de Louba-Tar und wurde im Kennel van de Kilstroom am 16.11.2009 geboren. Duet brachte acht Welpen zur Welt, fünf Rüden und drei Hündinnen.

Bei seinem Vater Aiko hatte mich vor allem das freundliche und gleichzeitig etwas freche Auftreten begeistert. Seine Mutter Duet gefiel mir aufgrund ihres ausgesprochen souveränen und ruhigen Wesens.

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Rassehunde-Ausstellung

Ende 2008 besuchte ich die Rassehunde-Ausstellung in Stuttgart und wurde am Ausstellungsring für Tschechoslowakische Wolfhunde nach einem längeren Fachgespräch von einer sehr netten tschechischen Züchterin darauf aufmerksam gemacht, dass es noch eine weitere Wolfhundrasse gebe, die ihrer Meinung nach meinen Erwartungen an einen Hund mehr entsprechen würde: Den Saarlooswolfhond.

image_lucan_kadin_2.pngNun war ich natürlich neugierig geworden, die beiden Hunderassen hier im direkten Vergleich sehen zu können, sozusagen Schnauze an Schnauze.

Ich lief also an den zahlreichen Tschechoslowakischen Wolfhunden vorbei, bis ich plötzlich am Ausstellungsring für Großpudel ankam.

Großpudel? Da ich keine anderen Hunde sehen konnte, lief ich wieder zurück zu der netten Züchterin und fragte sie, wo sich die Saarlooswolfhonden denn versteckten.



Ich kann mich heute noch an ihr Lachen erinnern als sie mir sagte, ich würde sie am Charakter erkennen: "Wenn die Hunde Narben im Gesicht haben, dafür aber freudig auf Sie zukommen, wenn Sie sich nähern, dann sind es Tschechoslowakische Wolfhunde, und wenn die Hunde keine Narben im Gesicht haben, dafür aber vor Ihnen zurückweichen, dann sind das Saarlooswolfhonden.

Auf dieses Wesensmerkmal reduziert fand ich dann tatsächlich die richtigen Hunde und schaute dem Treiben im Ausstellungsring eine Weile zu: Die meisten der ausgestellten Hunde hatten offensichtlich extrem viel Stress und erstarrten bei der Vorführung immer wieder, da sie keinen Ausweg aus der für sie beängstigenden Situation sahen.

image_lucan_kadin_3.pngViele Gedanken schwirrten mir damals durch den Kopf, denn bei anderen Hunderassen hatte ich so ein kollektives Verhalten noch nicht gesehen. Ich spürte instinktiv, dass diese Hunde vermutlich etwas Besonderes sind.

Ich hatte mich eigentlich bereits für einen Weißen Schweizer Schäferhund entschieden und hierzu Kontakt mit einem Züchter auf der Messe aufgenommen.

Da ich jedoch noch Freunden die Saarlooswolfhonden zeigen wollte, begab ich mich abermals zum Ausstellungsring.



Hier war gerade eine Hündin im Ausstellungsring, die sich bei jedem Schritt ihres Frauchens an ihr orientierte und auf diese Weise sehr entspannt wirkte. Als ich einige Fotos von der Hündin machte, fiel ihr Blick auf mich, und ich fing an mich zu fragen, wer hier nun wen beobachtet. In ihren Augen sah ich jedoch keine Angst wie bei den meisten anderen Hunden, sondern vielmehr eine Mischung aus Neugierde und purer Lebensfreude.

Dieser besondere Blick, der sich immer wieder für einen kurzen Moment wiederholte, zog mich total in seinen Bann. Irgendwann wurde ich jäh aus meinem Traum gerissen, weil ich wohl jemandem die Sicht in den Ausstellungsring versperrte. Diese Person bot mir einen Klappstuhl an, stellte sich mir als Wilfried vor, und beantwortete mir danach bereitwillig alle meine Fragen.

image_lucan_kadin_2.pngDie Hündin im Ausstellungsring, die mir so sehr gefiel, hieß Be Nisha von der Göttinger Breede, und kam alsbald mit ihrem Frauchen Carmen aus dem Ausstellungsring zurück.

Ich freute mich, die faszinierende Hündin nun aus nächster Nähe sehen zu können.

Ich war, wie ihre Besitzer auch, dann doch ziemlich überrascht, als sie mir tief in die Augen, bis in meine Seele hinein, blickte und sich kurze Zeit später an mich herandrückte, sodass ich sie streicheln konnte.



Da mich Nisha offensichtlich sehr mochte, und ich großes Interesse an der Hunderasse gezeigt hatte, wurde ich eingeladen, an den Bodensee zu kommen, um den Kennel Una Neshoba und die Hunde in Ruhe kennenzulernen.


Kennel Una Neshoba

Noch im selben Jahr besuchte ich gemeinsam mit meinen Freunden den Kennel und war von den Hunden, den Menschen, und vom ganzen Ambiente mehr als beeindruckt. Wir wurden sehr herzlich Willkommen geheißen, und ich fühlte mich bereits nach wenigen Minuten wie zuhause. Auf dem eigenen Grundstück zeigten sich die beiden Saarlooswolfhonden, Nisha und ihre Tochter Timish, von ihrer besten Seite: frech, fröhlich und ungezwungen.

image_lucan_kadin_5.pngIch wusste, dass ich meine Traumhunderasse gefunden hatte und bewarb mich daher für einen Welpen aus dem geplanten zweiten Wurf von Nisha.

Da ich von Anfang an nur einen Rüden haben wollte, reduzierte dies meine Chancen auf einen Welpen natürlich erheblich.

Obwohl ich nach der Geburt dann leider keinen eigenen Welpen erwarten konnte, da zu wenige Rüden geboren wurden, wollte ich sie dennoch sehen und stattete dem Kennel Una Neshoba einen weiteren Besuch ab.



Ich freute mich, die Bekanntschaft mit ausgesprochen netten Leuten aus den Niederlanden zu machen, die sehr stark an meiner Meinung als Hundetrainer der Rasse gegenüber interessiert waren: Marijke und Gerard. Eine geplante Verpaarung von Nishas Sohn Aiko mit Marijkes Hündin Duet weckte sofort mein Interesse, zumal diese tolle Hündin gerade neben mir stand.

Als mir Marijke sagte, sie könne sich gut vorstellen, mir einen Welpen aus dieser Verpaarung zu geben, da ihr meine Ansichten und meine Ziele den Saarlooswolfhond betreffend außerordentlich gut gefielen, hüpfte ich innerlich vor Freude.


Kennel van de Kilstroom

Mitte September war es soweit, und Duet wurde von Aiko gedeckt. Die beiden Hunde waren sowohl genetisch als auch charakterlich ein Traumpaar, und umso stärker wuchs auch in mir der Wunsch, dass Duet tatsächlich aufgenommen hatte. Dann kam endlich die alles entscheidende Nachricht aus den Niederlanden: Duet ist trächtig!! Ich fing an, die Kalendertage abzustreichen und sehnte den Geburtstermin herbei.

image_lucan_kadin_6.pngAm 16.11.2009 schenkte Duet acht gesunden Welpen das Leben, fünf Rüden und drei Hündinnen. In den folgenden Wochen schickte mir Marijke regelmäßig Fotos von den Welpen und ihrer Mutter Duet, und langsam sah man, dass die Welpen zunehmend agiler und unternehmungslustiger wurden.

Zwischen Weihnachten und Neujahr, also noch inmitten des Winters, fuhren wir alsdann durch ganz Deutschland und durch die gesamte Niederlande bis in die Provinz Fryslân nach Gytsjerk, um die Welpen zu besuchen und einen auszusuchen.



In Fryslân lag Schnee, und die Welpen tobten lebenslustig und gut gelaunt zwischen den Mahlzeiten und den Ruhephasen durch den Garten.

Ich war anfangs zugegebenermaßen von all den Eindrücken überwältigt und konnte mich nur schwer entscheiden, denn ich hatte die Wahl zwischen drei wolfsgrauen Rüden. Ich begann damit, die Welpen ganz genau zu beobachten und ihre Interaktionen zu bewerten. Schließlich entschied ich mich für den Welpen, der mir am besten gefiel: Lucan sollte es werden. Auch Marijke Saarloos war der Meinung, dass Lucan für mich die beste Wahl ist.

image_lucan_kadin_7.pngNach zwei wunderschönen Tagen mit unendlich vielen Eindrücken, traten wir die Heimreise zum 750 km entfernten Mutlangen an.

Den Kopf voller Gedanken, insbesondere voller Vorfreude auf den Welpen, konnte ich die Zeit bis zum Wiedersehen mit Lucan kaum noch erwarten.

Ich strich jeden einzelnen Tag im Kalender ab, denn bereits eine Woche später traten wir erneut die weite Reise nach Gytsjerk an, um Lucan zu uns nach Hause zu holen.



Marijke und Gerard empfingen uns wiederum sehr herzlich und gaben uns durch ihre offene, ehrliche Art ein Gefühl der Geborgenheit. So hatte ich mir einen guten Züchter, vor allem den Züchter meines Hundes, meines ersten Saarlooswolfhondes, immer vorgestellt. Die Welpen begrüßten uns allesamt freundlich und neugierig, und auch Duet war erfreut, uns wiederzusehen.

Marijke viel es sichtlich schwer, sich von Lucan zu trennen, war sie doch von seiner Geburt an immer mit ihm zusammen. Mit Tränen in den Augen brachte sie Lucan noch bis zum Auto.

image_lucan_kadin_8.pngIch wusste zunächst nicht, ob ich es überhaupt übers Herz bekomme, ihr diesen prachtvollen Hund wegzunehmen, denn immerhin gab sie mit Lucan auch ein Stück von sich selbst in meine Obhut.

Je weiter wir uns von Gytsjerk entfernten, und je näher wir Lucans neuer Heimat kamen, desto mehr überwogen bei mir jedoch die Gefühle der Freude und des Glücks.

Denn das Abenteuer "Saarlooswolfhond" hatte erst begonnen...